Frauenschicksale auf der Chössi-Bühne
Emil Bührle, Waffenfabrikant und reichster Schweizer, griff auch nach dem Toggenburg. In seiner Textilfabrik in Dietfurt stehen in den 1950er und 60er Jahren junge Frauen, sogenannte «gefallene Mädchen», an den Maschinen. Sie werden unter dem Deckmantel von Fürsorge und Schutz ausgebeutet, überwacht und zum Schweigen gebracht. Was denkt das Dorf, der Direktor, die Heimleiterin? Damals und heute? Und vor allem: Was denken, erleben, fühlen die jungen Frauen? Sie träumen von Freiheit und von der Liebe.
Das Stück «Spind’l… Sp’ich’r… Still» ist in einer ausführlichen Recherche entstanden und bringt historische Wirklichkeit und Fiktion zusammen. Lokal verankert und universell gültig erzählt das Stück von vergessenen Biografien und spannt zugleich ein grosses gesellschaftliches Panorama auf. «An diesem Ort spricht niemand laut», heisst es im Stück. Aber Theater kann die Erinnerung zum Leben erwecken, mit dem für das Chössi Theater geschriebenen Auftragsstück. Auf der Bühne steht das bewährte Chössi-Ensemble. Regie führt Simon Keller. (hak)

21.—30. Mai 2026 im Chössi Theater Lichtensteig
Tickets bei zukunft.bahnhof
Regie: Simon Keller
Regie Assistenz: Hannah Dürrer
Text: Alexander Stutz
Musikalische Leitung: Sara de Angelis
Projektion: Thomas Mahnecke
Produktionsleitung: Eva Pfund
Grafik: Sirkka Ammann
Vor den Freitags- und Samstagsvorstellungen serviert das Chössi-Team ab 18 Uhr in der Bahnhalle ein feines Dreigangmenü.
Preis: Fr. 35.– plus Buchungsgebühr im Paket mit dem Kulturticket (exkl. Getränke).
Reservation: Gemeinsam mit dem Ticketkauf.
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